nacht um tag – gedankenauszug 24

als ich die ersten buchstaben zu schreiben begann war es abend

als ich die letzten zu papier gebracht hatte war es morgen

die sonne blickt bereits seit stunden in mein zimmer

nichts gleicht dem zustand des anfangs

nichts gleicht einander

nicht einmal die buchstaben sind sich ähnlich

nur ich sitz noch immer am selben fleck

schreib mir den kopf frei

nacht um tag

nacht um tag

tag um nacht

vorbei vorüber mit der zeit

vorbei hinweg mit den gedanken

was war bloß in meinem denken

wag es nicht zu lesen

meine buchstaben zu studieren

die gestalt der buchstaben ist geblieben

der sinn der worte ist verflogen

vorüber mit dem dunkel jeder nacht

vorüber mit dem wind der gezeiten

ohne wellen

ohne gischt

ohne jeg´des aufbäumen der naturgewalten

mein kopf schreit nach lärm

stillstand leise ohne buchstaben

stillstand hohle naturgewalt

mein kopf bäumt sich auf

hinfort mit all dem leiden

hinweg mit all dem laster

umstandsdenken lässt den abend widerkehren

den zustand halten

eingegossen wie in granit gemeiselt

fließen tränen

fließt die unschuld

auf papier ist alles festgehalten

getränkt in blauer tinte

getränkt mit wahrheitsfloskeln

überfluss gesellschaft

tag um nacht

tag um nacht

nacht um tag

stille stunden werden weise

licht erhellt die morgendämmerung

im kopf schwirrt ein gewirr an lügen

nichts bleibt nach dem schreiben

nichts ist alles was ich hab

nichts bleibt nach dem leben

nichts ist alles was ich hab

nacht um tag

nacht um tag

tag um nacht

die kreide verblasst

der stift wird stumpf

vor dem ende heißt es leben

leben hier und jetzt

leben hier und heute

nacht um tag

tag um nacht

hier jetzt heute hier sofort

nach dem letzen buchstaben meiner last

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19 Kommentare

  1. tag um nacht um nacht um tag toben die gedanken um lügengeschwirre zu entwirren nur wahrheit birgt trost und ruhe sie müssen sie finden und bewahren im gelärme der stille

      1. senden sie ihre gedanken in die schwärze der nacht der wütende sturm trägt sie in unendliche höhen und wenn der sturm abgeflaut blitzblanken sie am firnament und besternen sie freundlich

      2. zurück kehrt nur was man freiherzig gehen läßt fangen funktioniert meist nicht ist immer fluchtreflexig beglitten auch gedanken gleich perlenschnüren die zerreißen ruhig mal dem sturmbruder wirbelig überlassen

      3. mich deucht der hader ist die schnur die ihre gedankenperlen zusammenhält zum reißen gespannt ehern fast zusammenhaltend lösen sie sie überlassen sie ruhig ihre wunderperlen denn das sind sie dem sturme und getöse am besten sie tösen ein wenig mit ich nehme sie mit in den wald zum blätterdachdom und dann toben wir und schreien unsere kehlen frei

      4. der hader ist wirklich manchmal die schnur oder das Fädchen mit dem gewissen hang auch Rädchen zu sein in dieser Dimension der ich im schreiben ferilauf bieten und gewähren kann wie der sturm auch die Gedanken bringt und trägt so kann ich nehmen und tragen wie fallen lassen in allem was ich bin mit oder ohne Fädchen im rädchen

      5. ruhig mal das hauptaugenmerk auf fallen lassen richten nicht nur sammelnbündelnhorten auch loslassen frei lassen und das fädchen tanzt vergnügt im rädchen wie ein drachenschweif in pustiger herbstluft

      6. teilweise kann ich nicht mehr loslassen als das was ich bin in einer weise da ich sonst nur ein Fädchen im Rädchen wind mit bedacht auf den umstand dass nicht nur ein Fädchen sich windend um das gestirn der Gedanken aber was ich bin mag ich und seh das schreiben als Entlastung mit schwung und dem entsprechenden aufwind in all dem sturm

      7. ich bin eins mit ihrem denken dem fragenden es gab eine zeit da war ich es die fassungslos um antworten bangte damals half mir geschriebenes wort fremdsprachig gar den verstand nicht zu verlieren und ich fand sogar meine eigene sprache wieder und tummele mich innigst darin auch ihnen hilft buchstabengeflirre und vielleicht kann ich ein wenig behüflich sein

      8. wenn wort dem wort vertraut und horizonte offen bleiben ist alles möglich in der buchstabenwelt ich liebe inzwischen ihre art und weise des schreibens und entkommasiiere und antipunktiere und großignoriere vergnüglich wohlgemuth dankefein und gernst verrankt

      9. in welch art und weise man zu schreiben wagt bleibt wohl jedem selbst im händchen oder geht jedem anders vom händchen wenn ich mich auch sehr darüber freu und indieluftspring über diese gegenseitige Bereicherung im sein im schreiben im denken

      10. die freude ist ganz die meine und ich hoffe auf noch viele gedankenperlenketten die wir gemeinsam aufdröseln zur erweiterung des horizontes und freistellung des blickwinkels es ist mir vergnügen und ehre danke

  2. lieber Christian, mit meinem Kommentar ist etwas durcheinandergeraten.
    ich möchte dich sehr bitten, ihn einfach zu löschen, ich werde ihn noch einmal neu Nachdem er gelöscht wurde
    Der Text ist völlig durcheinandergeraten, ich weiß auch nicht was da passiert ist…

    Mist!
    Entschuldigung und auf ein neues

      1. alles gut, Christian.
        Danke dir, ich muss den Kommentar ein wenig aufräumen und sortieren und dann bekommst du ihn schön ordentlich wieder zurück
        der wordPress Reader macht manchmal komische Sachen mit mir
        oder umgekehrt, ich bin zu …zu…also das habe ich noch nicht so genau herausgefunden.
        der wordPress Reader und ich -wir sind gar keine guten Freunde.
        aber wir lernen aneinander
        Weil wir uns blöderweise miteinander arrangieren müssen…

        ich grummele…

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